Cayo Coco
Um sieben Uhr morgens fährt unser Bus von Trinidad über Cienfuegos nach Moron.
Es ist bereits ein riesen Chaos am Busbahnhof, doch wir bekommen unser Plätzchen im Minibus und ein riesen Kerl von Kubaner steigt als Fahrer ein und fährt so scnell es bei den Strassenverhältnissen nur geht quer über Cuba. 8 Stunden mit einem kleinen Inbissstopp, schüttelt es uns durch. In Moron angekommen werden wir an einen Taxifahrer weitergegeben, der uns über den 20km langen Damm nach Cayo Coco rüberfährt. Ich hätte ein Schiff bevorzugt. Unser Taxifahrer fährt ebenso schnell wie der Busfahrer vorwärts nur das der Taxifahrer mindestens die Hälfte der Zeit nach hinten schaut. Manchmal gefühlte Minutenlang. Sogar den beiden Argentieniern, welche mit uns das Taxi teilen, fällt das auf. Wir passieren eine Art Zoll, bei welchem wir unsere Pässe abgeben müssen und dann warten und warten und warten. Als wir schon davon ausgehen, dass die "Zöllner" mit unseren Pässen über alle Berge sind, tauchen sie doch wieder auf.. und weiter gehts...
Ich schwöööre Ramesh dass ich nie wieder zu Luis ins Taxi steige, auch wenn er uns erklärt, dass wir ihn anrugfen sollen und er der billigste wäre. Naja wir kommen an. Im Blau Colonial Hotel.
Wir dürfen erst um 4 Uhr ins Zimmer. Wir sind nach unserem Bustrip total hungerig finden nach längerem Suchen in dem riesen Hotel auch das Buffet. Instruiert über die Anlage werden wir nicht und irgendwie hat es nur dicke Kubanertouristen hier, die alles vom Buffet in ihre Taschen einpacken.
Das Meer ist super schön und am Strand hat es kaum Leute, alle hocken am Buffet oder am Strand.
Als wir dann ins Zimmer kommen sind wir positiv überrascht. Es ist riesig und die Dusche richtig toll. Wir haben sogar eine Badewanne, in der wir waschen können, juhu... So sparen wir die 10 CUC, die wir sonst immer bezahlt haben fürs Waschen.
All inclusive aber es gibt nicht mal Mojito oder Daiqiri... Dann halt Rum pur.
Das Znacht ist ganz ok. Wir geniessen mal keinen Bohnenreis.
Frühstück ist grässlich. Toast und alte Butter und der Kaffee schmeckt wie der furchtbare Chemieautomatenkaffee. Brrrr.
Dann rasiert sich Ramesh endlich seinen dicken Bart ab. Er hat sein Akkukabel in Viñales liegen gelassen und bis jetzt immer Angst gehabt, dass der Rasierer plötzlich während dem Rasieren aussteigt. Aber hier im Hotel hat es einen Coiffeur, also easyy..
Sonst Strand, Strand, Strand...
Ein Taxi vom Hotel zurück nach Moron oder besser noch nach St.Clara zu finden ist fast ünmöglich. Alle sind pauschal da und nicht auf eigene Faust. Na dann halt doch Luis... Ein Glück kommt sein Vater und nicht er selbst und der Vater fährt ganz angenehm.. Ufff...
Und dann wer bringt uns von Moron nach St. Clara? Der selbe Busfahrer, der uns hergebracht hat nur dass er dieses Mal sehr müde ist und beinahe einschläft.
Wir diskutieren über den Sozialismus. Aber irgendwie funktioniert das nicht so hier in Kuba. Wie kann es sein, dass ein Mann 12h Taxi fahren muss, jeden Tag. Trinidad-Moron und zurück. Na da wären wir auch müde. Andere stehen zu fünft im Supermarkt und haben nichts zu tun und wieder andere sind mit uns im Hotel und stopfen sich Taschen und Bäuche voll. Schade können wir kein Spanisch, es wäre echt spannend mit den Kubanern zu diskutieren.
