- Panama-Boquete
- Reise nach Boquete
- Escuela en español
- Panamenischer Alltag und eine Reise nach David
- Pipelinetrail und ein Besuch im Nebelwald
- Vulcán Barú
- Bocas del Torro
- News von hier drueben
- Umziehen in eine neue Familie und Kein Volounteering
- Volunteering
- Sendero de los Quetzales
- Planänderung
- Alle Seiten
Escuela en español
20.03.2013
Heute ist bereits mein dritter Schultag huuui.. Ich hatte am Montag einen Oral Test zur Einstufung in die Klasse. Es hatte zwei Seiten Fragen und ich musste diese beantworten. Allerdings sind wir nur bis zur vierten Frage gekommen, weil ich nur die ersten drei verstanden habe und nur bei den ersten zwei einen ganzen Satz antworten konnte. Die Lage ist klar: Class Basico. Wir sind zu fuenft. Manuela, ne Italienerin aus Milano, die 27 Jahre alt ist und grade in einer Familie vis à vis bei mir wohnt und dann hats noch drei Aeltere, also ue60. Sind alle schon Grosseltern. Zwei aus den USA und einer aus Kanada. Sowieso ist die Schule voll mit Amerikanern und einigen Kanadiern. Ich bin bis jetzt die Juengste und bleibe auch am laengsten. Die Schule macht super viel Spass. Wir ueben viel sprechen und das Konjugieren der Verben. Fuer mich ist das sehr anstrengend, da Tamara unsere Lehrerin und die anderen "Schueler" stets auf Englisch uebersetzen und ich meine Notizen natuerlich auf Deutsch mache. Das bedeutet zweimal uebersetzen. Ich bin also echt froh, so gut Englisch zu sprechen, sonst biste hier verloren. Die drei aelteren aus meiner klasse sind jedenfals total beeindruckt von dem tollen Schulsystem in der Schweiz und dass wir sooo vele Sprachen sprechen. Hihi.
Auch in der Familie finde ich mich immer besser ein und ich bin schon ganz stolz, wenn ich einige Verben richtig konjugieren, gebrauchen und ausprechen kann uuund meine "Familie" versteht, was ich mitteilen will. Die Homemam nimmt sich viel Zeit, um mit mir in der Kueche zu sitzen und per Dictionnary zu sprechen. Gestern habe ich ihr die europaeischen Jahreszeiten erklaert. Juan, der dreijaehrige Junge, fordert mich total. Er moechte alles wissen und erklaert haben. Das Warum/ Porque kommt hundertmal am Tag und ich versteh ja nicht mal, was er meint. Der Arme! Aber ich nimm mir viel Zeit, um mit den Kleinen zu spielen. Das tun die Eltern hier nicht. Die Kinder beschaeftigen sich selbst, das heisst, Juan macht eigentlich nur Mist, ausser wenn er dem Papa helfen darf beim Loeten und Schreinern.





Gestern war ich morgens mit meiner neuen Freundin Lindsey aus Kansas und Manuela auf einer Kaffeetour. Wir haben eine organisierte Tour von der Partnerorganisation der Schule Explora Ya gebucht und Kathi, eine Panama Staedterin hat die Tour mit uns gemacht. Wir sind auf 1600 m.ü.M gefahren auf die Plantage von Mister Tito. Mister Tito scheint hier allen bekannt zu sein. Er war einer der ersten, der Kaffee angepflanzt hat und mittlerweile exportiert er 940'000kg pro Jahr nach Japan. Anscheinend hat es einem japanischen Touristen sehr gut geschmeckt bei Mister Tito. Kathi weiss alles ueber Kaffee und es ist super spannend. Ich kann natuerlich mit meinem Wissen ueber Ciiivet Caat glaenzen. Hihihi. Die gibts hier aber nicht. Hier wird alles von Hand gemacht, meist von den Indios, die als billie Arbeitskraefte eingesetzt werden. Mister Tito ist ein totaler Erfinder. Alle seine Maschinen hat er selbst hergestellt. Meist aus alten Teilen von irgendwelchen Autos vom Schrotthaufen.



Das Essen hier ist echt lecker. Es hat deutlich mehr Abwechslung als in Kuba und auch gewuerzt ist besser. Meine Homemam bemueht sich jeden Morgen und Abend etwas anderes aufzutischen und es schmeckt immer super lecker. Lustig ist, dass alle stets betonen, alles fresh anzubauen und zu kochen. Aber heute morgen hatte ich Tortillas, die tiefgekuehlt wie Wienerli aussehen. Und auch sonst sind de meisten Dinge gefroren. Sie haben hier auch viele Kuehe, aber der Kaese ist der faade gelbe Tuetchenkaese. Zum Fruehstueck bekomme ich Spiegeleier, Tortillas, Toast, Kaese oder Cornflakes. Jedesmal ne Überraschung. Der Kaffee ist echt gut. Die Hauptspeisen bestehen immer aus Reis und Fleisch. Meist Bohnen und manchmal anderes Gemuese oder Salat. Vis à vis der Schule hat es ein kleines panamaeisches Restaurant, in dem ich zwei Mal Mittag gegessen habe. Einmal hab ich 2.85 Dollar und einmal 1.65 Dollar bezahlt. Aber man kann in anderen Restaurants gut und gerne 10 Dollar liegen lassen.
In die Schule komm ich immer per Taxi, da ich ausserhalb von Boquete wohne und auf dem Huegel. Das Taxi kostet 60 Cent pro Fahrt und funktioniert als Sammeltaxi. Jeder winkt am Strassenrand, steigt ein und aus und wenn du den Taxifahrer kennst, bringt er dich auch heim. So dauern die Fahrten immer unterschiedlich lange. Vorgestern bin ich heimgelaufen. Hatte allerdings 40 Minuten und es gibt auch kein Trottoir. So bleib ich lieber beim Taxifahren.
So, jetzt muss ich mir was zu Essen suchen. Um Eins ist wieder Schule angesagt.

