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Vulcán Barú

Hola mi amigos!

Jawohl, ich bin wieder auferstanden und meine Beine tun auch wieder das, was sie sollen. Naja, so schlimm wars auch wieder nicht, aber diese Ostern bzw. den Karfreitag werd ich wohl so schnell nicht vergessen, auch wenns keinen Osterhasen fuer mich gab.

Ok ich fang von vorne an.

Donnerstag, ein ganz normaler Tag. Nach der Schule habe ich noch Wasser und etwas Proviant gekauft und dann schnell "heim". Um 6Uhr hab ich mich ins Bett gelegt und auf Schlaf gehofft. Leider etwas schwierig, wenns hell, warm und laut ist und die kleine Lucia ununterbrochen ananananananana (neben Papa und Agua ihr Lieblingswort) bruellt. Ich bin aber hartnaeckig bis um kurz nach 10 Uhr pm liegen geblieben. Dann habe ich eine mega deftige Mahlzeit von meiner Familie bekommen, damit ich genug Kraft habe. Naja ist mir dann eher sauschwer im Magen gelegen (Fisch, Reis, Bohnen, Plantanos, Tomaten und Salat). 11.05 war ich, schweizerisch wie ich bin, bereit und wartete auf das Taxi, das nicht  kam. Der Fahrer hat dann angerufen, weil er das Haus nicht fand. Liegt direkt neben dem grossen Meetingpoint in Alto Boquete, also nicht sooo schwer zu finden, egal.  Weiter zu Lindsey, deren Haus er auch nicht fand, bzw. er hat immer mich und Manuela gefragt, wo sie wohne. No sé (ich weiss nicht) habe ich auf der 10minuetigen Fahrt bestimmt 30x gesagt. Arme Lindsey! musste dann zur Hauptstrasse laufen. 11.30 pm Treffen im Hostel Mamallena. 14 Leute waren in unserer Gruppe, ach du meine Guete! Der Typ vom Hostal hat uns dann auf 1800m.ue.M gefahren und uns noch hilfreiche Tipps gegeben, wie: ihr braucht mind. 3l Wasser, warme Jacke, Stirnlampe usw.. Schoen, wenn man am Parkeingang steht, nuetzt einem diese info auch nicht mehr so wahnsinnig viel. Hihi. Naja ich hatte ja alles dabei.

Looos gehts. Eine steinige Schotterpiste mit Sand und viel Geroell fuehrt den ganzen Weg bis oben. Die Gruppe hat sich zum Glueck rasch geteilt und ich lief mit zwei Deutschen und zwei Hollaendern hoch. Meine beiden Kolleginnen fielen immer wieder zurueck und hatten ziemlich Muehe mit der Kondition und der Hoehe.

Ich selbst war ueberrascht. Konditions- und Sauerstoffmaessig hatte ich absolut kein Problem. Natuerlich wars sehr anstrengend aber primaer fuer "d Scheiche". Saumaessig steil und man muss immer auf den Boden achten, um nicht zu rutschen oder zu fallen. Wandern bei Nacht ist allerdings nicht so wahnsinnig spektakulaer. Es ist halt einfach finster und das 6h lang. Zu meiner Ueberraschung gibt es irgendwie keine Baumgrenze. Bis ganz oben hatte es Baeume, nicht mehr so dicht und so hoch, aber trotzdem.

Um 4 Uhr haben wir dann gefruehstueckt und es war saukalt. Wenn man nicht laeuft und sitzt, dann windet es so schoen unter die verschwitzen Kleider. Dann begann es noch zu regnen (Nieselregen, bajarege genannt) und gewindet hat's sowieso nonstop.

5.45 Uhr haben wirs dann geschafft!! 3475m.ue.M!! 1675 Hoehenmeter, 14km in 5.45h. Pufff...

Der Weg auf den richtigen hoechsten Punkt war dann noch 200m extremste Kletterei, aber auch das schafft man mit viel Wille. Und kaum waren wir on the Top, war schon ein heller Streifen am Horizont zu sehen.

Der Sonnenaufgang dann fantastisch! Ueber em Naebumeer!

 Geschafft!!!

ein Lichtstreifen am Horizont

und n bisschen mehr

Da iiist sie die Sonne!

weniger schick, die Antennenlandschaft da oben

Ein Teil unserer Wandercrew

Ganz hinten sieht man den Pazifik. Der Atlantik war leider unter den Wolken versteckt

Nach 1.5 Stunden auf dem Gipfel begann dann der Abstieg.

Ich hatte ein etwas schlechtes Gewissen meinen Kolleginnen gegenueber, da ich auf dem Weg hoch nicht mit ihnen gegangen war, aber irgendwie musste ich mein Tempo halten. Also bin ich auf dem Rueckweg mit ihnen gegangen. Die beiden waren jedoch ziemlich uebermuedet und ueberfordert, sprich am Ende. Wie sagt man so schoen? Und sie kamen ueberhauuuupt nicht voran. Manuela war etwas hoehenkrank und hatte nur einfache Turnschuehe mit denen sie staendig ausgerutscht und gefallen ist. Lindsey hatte Angst zu fallen und so war ihr Tempo so langsam, dass ich nach 30 sekunden stets 200m vorraus war. Uuund mein Tempo war auch langsam. So viele Hoehenmeter runterzugehen, auf einem Weg der total rutscht, huiii das geht in die Gelenke. Meine Huefte und Knie haben dann ziemlich schnell angefangen zu rebellieren, aber das hilft ja nix, runter musste. Die Natur und das Wetter waren fantastisch. Die Baeume ueber und ueber mit Moos ueberzogen. Genial.
Tiere haben wir allerdings nur Voegel gesehen. Kein Wunder bei den Menschenmengen, die da hoch und runter gehen. Morgens auf dem hoechsten Punkt waren wir sicher 30 Leute oder mehr. Alles junge Touris, hihi und sauuu viele Deutsche. Die letzten vier Kilometer habe ich dann alleine zurueckgelegt. Ich wollte endlich unten ankommen.  Verlaufen kann man sich bei dem Weg ja nicht und es sind uns Unmengen Leute engegengekommen. Unten hab ich dann gewartet und ein Taxi bestellt, das uns zurueck nach Boquete brachte. Ich konnte kaum mehr ins Taxi einsteigen und dann zurueck im Haus, habe ich die zwei Treppenstufen zu meinem Zimmer nur mit Abstuetzen bewaelltig. Meine Guete. Aaaaber Tigerbalm sei Dank, Samstag hatte ich kein bisschen Weh mehr. Meine Gastfamilie war total ueberrascht und will jetzt auch Tigerbalm, hihi.

 

und etwas weiter unten

die Wolken machen schon ne coole Stimmung

ein picaflor (Kolibri) auf ca. 3000m.ue.M

die letzten Kilometer... Aussicht auf Boquete

Am Samstag haben wir dann noch einen Ausflug ans Meer, an den Pazifik gemacht. Die Anfahrt war fast das Spektakulaerste.. Mit einem 4x4 riesen Auto sind wir erst 2h durch das Land gefahren und danach n halbe Stunde mega Holperpiste. Der Strand war gut und schoen zum Ausspannen. Richtig ueberwaeltigend allerdings nicht. Die Fotos hab ich grad nicht dabei, sind aber auch nicht sooo spektakulaer :) ich habe das Nichtstun und baden genossen.

 

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