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Buddhistisches Fest in Unawatuna und holländisches Flair in Galle


Nach unserem Gem Hunting wollten wir die letzten Tage unserer Reise noch am Strand geniessen und relaxen. 

Leider haben wir erst am Abreisetag in Ratnapura erfahren, dass es zwischen Ratnapura und Galle (nächst grössere Stadt vor Unawatuna) zwar eine Strasse gibt, aber keinen Bus, der dort fährt. Super. 

Das Bus und Zug fahren hat bisher immer reibungslos geklappt und an das langsame Umhertuckern haben wir uns auch schon gewöhnt. Nun aber mussten wir erst an die Westküste in die Nähe von Colombo fahren und dann die ganze Küste runter nach Galle. Insgesamt 180km. Hört sich nach wenig an, aber die ceylonesischen Verkehrsmittel haben andere Geschwindigkeiten. Na dann mal los.

Überraschend schnell (2.5h) erreichten wir Panadura südlich von Colombo. Wieder 2.5h Kurven ohne Ende, sodass selbst einzelne Einheimische das Tütchen hervor nehmen mussten... oder einfach zum Fenster raus - geht auch.

Unsere Mägen hielten gut stand. Wir wollten in Panadura trotzdem in den Zug wechseln, da dies bis jetzt die angenehmere Reisevariante war.

War.

Gemeinsam mit Hunderten von Einheimischen und einzelnen Touristen, die wohl noch Hikkaduwa wollten, quetschen wir uns in den bereits vollen Zug. Da hiess es, 2h in der offenen Zugtüre stehen. Für Snacks, Getränke und Unterhaltung sorgten die fliegenden Händler und Bettler.

Nach über 6h haben wir dann Unawatuna erreicht.

Im Srimalis Guesthouse haben wir ein Zimmer bekommen, das erst vor einer Woche fertiggestellt wurde und echt schön war und sogar eine Regendusche hatte.

Den Abend haben wir am Strand genossen und uns bereits gewundert, weshalb die Einheimischen so viele Buden und Leuchtgirlanden aufstellten. 

Unawatuna ist grundsätzlich ein relaxter Ort mit vielen Hotels, Gästehäusern, Restaurants, Bars und Läden. Der Strand ist breit und es herrscht eine gute Stimmung.

Was wir nicht wussten: an jedem Vollmond machen die Buddhisten ein Fest und in der ersten Augustwoche machen die Buddhisten bei Vollmond ein riesen Fest.

Das Esala Poya begann mit unserem ersten Tag in Unawatuna und dauert eine Woche. Zu Ehren des Kriegsgotts pilgern Tausende nach Unawatuna und bringen Opfergaben (Blumen und Früchte) auf den Felsen in Unawatuna, auf dem eine Stupa und ein grosser Buddha sind.

Auf dem Weg durch das Dorf kaufen die Leute Haushaltsartikel, Plastikspielsachen, Kleider, Süssigkeiten und vieles mehr. Erinnert uns stark an Herbstmesse einfach bei 35 Grad und 90 % Luftfeuchtigkeit.

Wow! Kultur pur!

Wäre da nur nicht der 16 Stunden dauernde Mantra, der täglich per Lautsprecher durch den ganzen Ort schallt.

Da war unser Relaxen doch eingeschränkt.

Wir haben aber morgens schon am anderen Ende des Strands zwei Liegen mit Palmdach ergattert und es uns den ganzen Tag gemütlich gemacht. Und hier muss man auch nicht 30 Euro Miete pro Tag bezahlen, wie in manchen Mittelmeerländern... neee nur dem Inhaber versprechen, dass wir bei ihm z'Mittag essen. Das nenn ich Deal.

Den zweiten unserer Relaxtage haben wir nach Galle Fort verschoben, um unsere Ohren zu rehabilitieren.

Galle liegt wie erwähnt 10 Tuktuk Minuten von Unawatuna entfernt und ist eine ziemlich grosse Stadt. Das Galle Fort ist die Altstadt von Galle, welche im 16 Jhd. auf einer Landzunge erbaut wurde. Jedoch schon vor 2000 Jahren als Umschlagplatz für Güter diente.

Die Gebäude sind meist gut erhalten oder schön restauriert. Hat die Unesco wohl auch mitgeholfen. Galle Fort ist seit knapp 30 Jahren Weltkulturerbe.

Galle Fort wurde von den Portugiesen errichtet und im 17 Jhd von den Holländern erbeutet. Die Strassen tragen noch viele holländische Namen und auch die Architektur lässt an die Kolonialzeit erinnern.

Uns gefallen die ruhigen, kleinen Strassen mit den schönen Häusern, die wir bis jetzt in Sri Lanka vermisst haben. 

Es gibt auch viele schicke Lädeli mit schönen Souveniers.

So können wir uns, obwohl 6 Stunden unterwegs , trotzdem entspannen.

 Auf den Mauern des Galle Fort

Leuchtturm in Galle

Lunch am Strand

Feststimmung am Strand

Esala Poya

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