Quer durch Sumatra
(Juli/August 2011)
Achtung fertig loooos
Singapore - Kuala Lumpur - Medan sind unsere ersten Reiseziele.
Ab Medan geht dann das wahre Backpackerleben los. Wir sind gespannt. In Padang 1500 km weiter südöstlich geht drei Wochen später unser Rückflug nach KL. Ein neues Abenteuer beginnt! Juhuui
Vorbereitungen auf Hochtouren
Nun ist es schon bald soweit. Es wird gepackt, eingekauft, wieder gepackt, ausgepackt, abgesprochen. Was hatten wir nur letztes Mal alles dabei? Ach und Dollars sollten wir noch wechseln, und Zahnpasta zum mitnehmen. Wo sind nur die Seidenschlafsäcke geblieben. An was man alles denken muss, unglaublich. Man könnte meinen wir verreisen ein ganzen Jahr, dabei sind es nur gerade 4 Wochen.
Aber warum ich dieses Kapitel schreibe, hat einen ganz anderen Grund, wir wollen unseren neuen Reisebericht veröffentlichen, damit ihr alle den Link bekommt. Und das Internet hier ist ja bedeutend zuverlässiger.
So nun müssen noch die letzten Vorbereitungen getroffen werden und ihr alle müsst euch noch bis Sonntag gedulden, dann gibts den ersten Bericht. (Hoff ich doch).
Back in Singapore
Wir sind da!! Hurra! Wieder zurueck in dieser wahnsinnigen Stadt.
Aber wir haben schon ganz schoen viel erlebt, fuer dass wir erst 36 Stunden unterwegs sind.
Unsere Nerven wurden schon in Muenchen arg getetstet, als wir wiedereinmal keine Sitzplaetze auf unseren Tickets hatten, dafuer drei Punkte was anscheinend besser ist als "Warteschleife". NAch unzaehligen Stunden warten, haben wir dann zwei Plaetze bekommen, nebeneinander! juhui
Leider war das mit dem Losfliegen aber damit noch nicht getan. Da es wahnsinnig gewitterte und ein Blitz schon in das Flugzeug nebenan eingeschlagen hatte mussten wir eine Stunde warten. War uns nun auch egal.
Ja und dann heute um fuenf Uhr Ortszeit (+6 Stunden von der Schweiz) dann endlich die Landung.
Ramesh hat sich schon den ganzen Flug lang auf das erschlagende Klima gefreut, was ihn auch belohnte. Raus aus dem FLughafen schlug eine Welle Hitze und Feutigkeit ueber uns, was sich sofort in jeden Teil unserer Kleider ausbreitete.
Klimashock sehr gut bewaeltigt - doch die tausenden Menschen auf den engen Strassen in Little India, das ist schon der Wahnsinn muessen wir uns definitiv noch dran gewoehnen!
Unser Hostel ist ganz ok, sehr kleines Zimmer aber sauber. Geniessen wir fliessendes Wasser und Klima Anlage solange wir sie noch haben!
Die Essensvielfalt ist wunderbar, am liebsten wuerden wir von einer Essensbude in die andere gehen. Teh Tarik geniessen wir natuerlich auch wieder! mhmmm
Stopover in Kuala Lumpur
Heute morgen um Viertel vor acht fuhren wir mit einem Bus los von Singapore nach KL. Im Bus alles Einheimische, die uns sehr interessant fanden und wir nun sogar auf Video verewigt sind.
Die Busfahrt war ganz konfortabel und nach einigen Wortwechseln am Zoll haben wir auch unser Visa gekriegt. Wieso muessen wir auch schon zum zweiten Mal nach MAlazsia enreisen. Aber ein Fingerprint briungt da scheins Klarheit
KL ist noch immer so wahnsinnig chaotisch und faszinierend.
Haben ein tolles B&B Paradiso gefunden, dass mitemdrin ist und total sauber und angenehm!
Wir freuen uns jetzt morgen Neues Land zu endecken...
Sumatra: Bukit Lawang und die Affen
Soo da sind wir wieder! Internet cafe gefunden! Wir sind jetzt in Berastagi Sumatra, Indonesien, aber bis hierhin war ein weiter Weg und wir haben einiges erlebt. Im Schnelldurchlauf erzaehlt :
Ab Kuala Lumpur sind wir mit dem Flugzeug nach Medan in den Nordosten Sumatras geflogen. Am Flughafen Kuala Lumpur sind wir dann fast irgendwo anders hingeflogen, wenn uns nicht die Steadwardess schon fast bei der Tuere des Flugzeugs darauf hingewiesen haette. Tja glueck gehabt. Ebenfalls 'falsch' waren 2 andere Touris - natuerlich auch Schweizer, wer haette es gedacht.
In Medan angekommen, ging es mit der Flut von Taxi Fahrern los sobald wir aus dem Flughafen draussen waren - haben uns aber gut geschlagen und uns nicht veraeppeln lassen. Von Medan City haben wir den Public Bus nach Bukit Lawang (Tor zum Dschungel) genommen, und von 10chf pro person auf 1.20chf runtergehandelt.
im Bus hat uns ein Indonesier angesprochen und lange mit uns geplaudert. Wir haben dann herausgefunden, dass Leng ein Guide ist und zwar ein `echter`. Hier gibt es naemlich auch viele die nur so tun als ob. Er hat uns dann geholfen ein billiges Hostel zu finden, obwohl die billigen Zimmer komischerweise immer an die Touris aus Medan gingen und wir ganze 10 CHf fuers Zimmer bezahlen mussten.
Bukit Lawang hat nur c. 700 Einwohner und ist total schoen. 2003 gab es im Dorf eine Springflut und hat alle Haeuser, die am Fluss standen zerstoert. Es ist nun praktisch alles wieder aufgebaut und sieht Richtig toll und gemuetlich aus. Die Bruecken ueber den Fluss erinnern an die alten Bruecken im Maggiatal (Tessin).
Am naechsten Tag nach der Ankunft sind wir dann los in den Dschungel.
Gemeinsam mit Leng unserem Guide, sowie einem Paerchen aus Daenemark haben wir einen 2Tages Trek gemacht.
Leng hat uns sehr viel ueber die gnzen Planzen erzaehlt, so haben wir den Baum gesehen, aus dem Gummi gewonnen wird, wissen wie der Baum gegen Malaria und Asthma aussieht und haben Blaetter vom `Schweppes`Baum gegessen. Tonic!
Gleich nach 30 minuten haben sich dann die ersten Orang Utans gesichtet und konnten viele Fotos machen.
Der Gunung Leuser Nationalpark, indem wir unterwegs waren, ist neben Borneo der letzte in dem es wildlebende Orang Utans gibt. Einige davon sind `semi-wild`. Das heisst sie wurden ausgewildert, nachdem sie irgendwo in der Stadt, in Affen-ungeeigneten Plaetzen gehalten wurden. Z.B. bei Familien zuhause. Auf unserem Trek haben wir ausschliesslich diese Semiwild Orangutans gesehen, welche auch alle Namen hatten.
Nach einiger Zeit wurde es unruhig, bei den Guides, welche verschiedene Gruppen fuehrten. Mina is coming! Wir hatten bereits von Mina gehoert. Sie war der einzige Orang Utan, welche aggressiv ist. Vor allem gegen Guides. Fuer uns begann eine adrenalinreiche Rennerei durch die Dschungelpfade, wobei die Guides uns immerwieder zu Mina fuehrten, um ein Super Foto machen zu koennen. Wir denken Mina ist wohl eine grosse Touri-Attraktion. Und es gibt noch eine zweite weibliche Orangutan Attraktion namens Jackie. Jackie ist Minas Gegenteil. Jackie liebt maennliche Touristen. An unserem zweiten Tag traffen wir auf sie und prompt packte sie einen Amerikaner aus einer anderen Gruppe an der Hand und zog ihn eine gute halbe Stunde durch den Dschungel. Wir hinterher, von zwei anderen Orang Utans verfolgt, die Guides damit beschaeftigt Jackie von dem Amerikaner loszubekommen.
Alles ging glimplich aus, natuerlich. Die Guides haben echt alle gut im Griff und kuemmern sich ruehrend.
Aber wir haben ja nicht nur Orangutans gesehen neiiiin, wir haben auch Makaken und schwarze Gibbons gesehen, ausserdem einen `Thomasleafmonkey`, wie ihn die Einheimischen nennen.
Ausser Affen gibts riesen Ameisen (mind. Daumennagelgross), Killerbienen, stechende Raupen, Warane und eine Schildkroete in einem Wasserbecken unter einem Wasserfall.
Ramesh hat natuerlich wieder ein Blutegel am Fuss gehabt,obwohl es eigentlich so gut wie gar keine gibt dort. Ausserdem hat ihn eine Biene drei Mal ins Bein gestochen. Da hatte Ana Glueck mit ein bisschen Ameisenpipi am Ruecken.
Den Rueckweg haben wir auf dem Wasser zurueckgelegt. Die Guides haben grosse Reifen mit einem Spinnennetzartigem Seil in der Mitte flussaufwaerts gebracht und uns so ein super Riverrafting ermoeglicht. Echt genial! Leider etwas wenig Wasser, sodass unser Popo einige Male Hartes spueren musste.
Heute morgen sind wir mit einem Touristbus nach Berastagi auf 1200m.ue.M. gefahren. Echt komfortabel, mit Klimaanlage! Wenn da nur nicht die tausend Schlagloecher auf der Strasse waeren... Aber sonst koennten wir ja auch zu Hause Autofahren.
Morgen geht auf den Vulkan. Wir werden berichten!
In den Hoehen Sumatras: Brastagi
Ohne grosse Erholungspause nach unserem Dschungeltrek, brachen wir am naechsten Morgen mit dem sehr angenehmen und klimatisierten Tourist - Kleinbus nach Berastagi auf. Dieser Ort ist bekannt fuer sein kuehles Klima (1300m.ue.M.) und liegt im suedlichen Teil von Nordsumatra. Die Fahrt war angenehm, etwas teuerer als der oeffentliche Bus und wir wurden direkt in unser Guesthouse Wisma Sibayak mitten in Brastagi gefahren.
Ein huebsches Hauschen im Garten mit Veranda haben wir ergattert - fuer 5.00chf pro Nacht. Die Angestellten des Guesthouse waren suuuper nett, sehr interessiert, unglaublich lieb und hilfsbereit. Fuer alle Traveller die das hier lesen: Absoluter Tipp dieses Guesthouse. Familienathmosphaere pur mit saugutem Essen und lustigen Leuten! Wir habens genossen.
Nicht dass wir nur gegessen und getratscht haetten, nein, unser Hauptgrund fuer den Besuch des Staettchens galt dem Vulkan Gunung Sibayak. Wir brachen am Morgen auf und schnappten uns auf der Strasse einen Public Bus - auf die Strasse stehen, schreien und winken und einsteigen. Der brachte uns an den Fuss des Vulkans und wir machten uns auf den Weg. Nach 2,5h hatten wir die Spitze erreicht und genossen die super Aussicht. An vielen Stellen kommt Schwefel in Gasform aus dem Boden, es brodelt und zischt uns stinkt unglaublich. Der Abstieg war etwas schwieriger als Gedacht, 2600 Stufen aus Stein in den Urwald gehauen, von denen die Haelfte kaputt waren - schoenen Gruss an die Waden. Unsere deutschen Gueshousefreunde hatten eine halbe Stunde spaeter tatsaechlich eine Kobra am Wegrand gesehen und fotografiert....

Die heissen Quellen am Fusse des Berges haben wir dann ausgelassen - Ana kann doch nicht so lange stillsitzen - ausserdem hielt gerade ein Public Bus vor dem Bad. Eingepfercht zwischen Saecken von Chili, Karotten und Salat fuhren wir zurueck in die Stadt.
Gestern wollten wir die Kaffeeplantagen um Berastagi herum anschauen und dem Staedtischen Smog entfliehen. Wieder in ein Bus und ab aufs Land. Nach ein paar Minuten laufen sahen wir ploetzlich eine Goldene Turmspitze aufleuchten, die wir bereits vom Vulkan aus in weiter Ferne gesehen haben. Vor uns stand ploetzlich ein Buddhistischer Tempel in Gold mit einem wunderschoenen Garten. Den Tempel konnten wir umsonst besichtigen. Wir haben den Ausflug sehr genossen.
Lake Toba
Haben etwas Verspaetung mit schreiben, da wir am Tobasee kaum ein Internetcafe gefunden haben, oder uns Zeit genommen haben.
Von Berastagi sind wir mit einem oeffentlichen Minibus (12 Plaetzer, wir waren mind. 15 Personen) in 4h an den Tobasee gefahren. Wir dachten wir nehmen die eifachere Route ueber das Festland (Panguruan) um auf die Insel Samosir zu kommen. --> sie ist durch einen schmalen Steg mit dem `Festland` verbunden. Die Route war fuer uns einfacher, da wir nur einmal umsteigen mussten. Die Strasse, oder das was davon uebriggeblieben ist, war dafuer umso schrecklicher.
4h geschuettel und geruettel, nicht zu vergessen die Kurven! Also an alle die dahin wollen : Reisetabletten nicht vergessen!
Angekommen in Panguruan sind wir mit einem anderen Minibus nach Tuktuk gefahren. Tuktuk ist der Touristenort von Samosir und neben zwei anderen Doerfern der Einzige Ort auf der Insel wo es Tourismus hat.
Unser Hotel war sehr gross, aber sauber und wir hatten Blick auf den Tobasee. Unglaublich schoen!
In Tuktuk ist uns aufgefallen wie viele Restaurants, Hotels und Homestays es hat, nicht zu vergessen die ganzen Souvenirlaeden. Leider kommen nur sehr wenige Touristen an den Tobasee. In en 90er Jahren gab es einen Riesenboom und die ganze Infrastruktur wurde erstellt. Nun wirkt der Ort irgendwie leer, was uns doch sehr nachdenklich gemacht hat. Der See und die Vulkane rundherum sind gigantisch, die Menschen so nett. Also : Geht alle nach Samosir Island! (Das haben uns die Einheimischen gesagt, wir sollen viel Werbung machen).
Wir haben dann einen Roller gemietet und sind an einem Tag um die Insel gefahren. (ca. 120km).
Zuerst sind wir in den Sueden und dort hoch in die Berge. Die Strasse war anfangs voller Loecher und wir mussten gut aufpassen, wo wir durchfahren. Die Aussicht ist genial, wir haben viele Stopps zum fotografieren eingelegt. Die Landschaft erinnerte uns an einen Mix zwischen der Schweiz und Griechenland - kitschig, gaell! Oben in den Bergen war dann die Strasse ploetzlich sehr gut und wir konnten losduesen. Doch das Glueck waehrte nicht so lange. Die Strasse verschwand und eine Sandpiste mit Loechern und Steinen fuehrte bis nach unten an die Kueste. Unsere Fudis lassen gruessen...
Auf dem Weg sahen wir viele Reisfelder und kleine Doerfer. Unglaublich viele Schulkinder kamen uns entgegen und begruessten uns mit Handschlag.
Kurz vor Panguruan wurde die Strasse wieder gut und wir waren heilfroh endlich einfach fahren zu koennen. Nun hielten wir um die schoenen Batakhaeuser zu fotografieren, welche irgendwie wie ein Schiff aussehen.
Am letzten Tag dann Baden im Tobasee, welcher ueberraschenderweise ziemlich warm ist. Wir habens genossen!
Ach ja nicht zu vergessen das supergute Essen, das wir dort geniessen durfen uuund die vielen Holzschnitzereien mit ihren wunderschoenen Produkten. Wir haetten uns dumm und daemlich kaufen koennen. (Leider konnten wir die geschnitzten zweimeter Tische nicht in den Rucksack stecken...)
Von Samosir sind wir dann weiter nach Bukittinggi.
18h Busfahrt mit zwei Pannen (Reifenwechsel und Motorschaden) in einem uralten Bus. Um ein Uhr nachts mussten alle aussteigen und einen Hang hochlaufen, da der Bus nur leer hochgekommen ist.
Stopps zum Essen gabs leider nicht. Also viiiiel Essen und Geduld einpacken!
Bukittinggi
Angekommen in Bukittinggi (Hoher Huegel) mussten wir zuerst einmal ein Hostel finden. Es gibt hier eine Strasse wo die ganzen Hotels und Restaurants sind. Leider war es sehr schwierig eine billige Unterkunft (unter 10chf) zu finden. Wir sind aber schlussendlich fuendig geworden in einem alten Hotel, dessen goldene Zeiten wohl schon mehrere Jahrzehnte zurueckliegen...
Die Landschaft rund um Bukittinggi laedt zu vielen Ausfluegen ein. Die Stadt selbst ist in einem halben Tag angeguckt. So richtig schoene Staedte haben wir in Sumatra leider nicht gesehen.
Am ersten Tag wollten wir die Rafflesia Blume angucken, groesste Blume der Welt.
Mit dem Local Bus wollten wir ins Dorf Batang Palapuh. Eine langwirige Angelegenhet. Als wir endlich den Bus hatten, mussten wir eine knappe Stunde warten bis er proppenvoll mit Menschen und Waren war, dann gings endlich los.
Im Dorf gings dann mit einem Local Guide los, durch die Reisfelder und den Dschungel. Nach ca. 2.5 km Waldpfad, auf dem wir unserem Guide hinterher gerannt sind, dann ndlich: Rafflesia! Leider hatte sie schon ihre rote Farbe verloren, war aber trotzdem noch sehr eindruecklich. Danach konnten wir noch 3 weitere angucken, in verschiedenen Phasen. Eine ganz zu und knollenartig, eine etwas groesser und dann die goesste war ein grosser roter Pilz. Sie wird in wenigen Tagen bluehen.
Auf dem Weg zurueck sind wir unter vielen wilden Kaffeebaeumen durchgelaufen. Das Dorf Batang Palapuh ist ebenfalls bekannt fur den weltweit bekannten Kopi Luwak.
Der Kaffe wird wenn er reif ist von der Civetkatze gefressen. In ihrem Magen wird der Kaffee fermentiert. In ihrem Kot bfinden sich dann die ganzen, fermentierten Bohnen, welche getrocknet und geroestet werden. Der Kaffee ist weltweit enorm teuer.
Wir probieren natuerlich. Wirklich speziell schmeckt er allerdings nicht. Er ist einfach weniger bitter als der normale Kaffee, so ganz plump ausgedrueckt.
Die Ruckfahrt mit einem Kleinbus mit 30 Leuten. 5 davon (Ramesh inbegriffen) hingen in der offenen Tuer.
Nachmittags haben wir den Canyon nahe der Stadt besucht.
Wenn man den Canyon durchquert kann man ein Dorf besuchen, welches bekannt ist fuer seinen filigranen Silberschmuck. Das Silber stammt aus einer Mine in Suedsumatra.
Naja, wir mussten den Schmuck echt suchen und wurden dann, bei einer aelteren Frau zuhause fuendig.
Den naechsten Tag verbrachten wir am Danau Maninjau (Spiegelsee). Nach einer kurvenreichen Fahrt mit einem Minibus (diesmal haben wir uns fuer eine etwas bessere Variante entschieden) erreichten wir den See nach einer guten Stunde.
Ploetzlich hinter einer Kurve konnten wir den See sehen und er ist tatsaechlich wie ein Spiegel. Die ganzen Vulkane, Berge und Wolken spiegeln sich in der Seeoberflaeche. Echt genial!
Leider suchten wir vergeblich einen Strand zum Baden. Am Ortsausgang entdeckten wir dann aber das `Waterfront`restaurant. Nahe am Wasser auf bequemen Stuehlen genossen wir den frischgefangenen Fisch. (JA wir! haben Fisch bestellt). Ramesh hat dann zwei der drei Fische gegessen. Ana hat nach dem Probieren gerne darauf verzichtet.
Vorhin waren wir noch auf dem Pasar Bawah (traditionel market) um Kaffee zu kaufen, der hier im Hochland waechst. Un wir haben ihn tatsaechlich gefunden! Zwischen frischem und getrocknetem Fisch, toten und lebendigen Huehnern, Gemuese, Fruchte, Schuhe, Shampoos und was es sonst noch so alles gibt.
Relaxen an der Bungus Bay und Besuch der Insel Pulau Pagang
Von Bukittinggi sind wir, verhaeltnismaessig, luxurioes mit einem normalen Auto nach Padang gefahren. Auf dem Weg zum 'Busbahnhof' sind uns die vielen zerstoerten Haeuser aufgefallen, welche dem Erdbeben 2009 nicht standhielten. Viele sind noch nicht wieder aufgebaut, weil, laut Einheimischer, das gespendete Geld nur langsam von der Regierung zur Verfuegung gestellt wird.
Wir steigen in Padang jedoch in einen voellig ueberfuellten Minibus. Wir mit unseren langen Europaeerbeinen, haben echt Probleme uns irgendwie in den Bus zu quetschen.
Der Minibusfahrer bringt uns direkt zu Carlos' Homestay. Hier an der Bungus Bay gibt es 5 verschiedene Hotels, Carlos ist der beruehmsteste, was er auch bewusst ausnuetzt.
Wir bekommen das letzte Zimmer. Das Billigste und es sieht auch so aus. Herausgebrochene Scheiben, Loecher in der Decke, keine Dusche. Als wir versprochen bekommen, am naechsten Tag das Zimmer wechseln zu duerfen (wir leisten uns das Beste mit Meersicht fuer ca. 15chf pro Nacht) bleiben wir.
Den ersten Tag geniessen wir am Strand. Leider lassen die Einheimischen auf ganz Sumatra ihren Muell ueberall liegen, sie schmeissen ihn sogar aus dem fahrenden Bus und die Fischer halt eben ueber Bord. Immer wieder kommt also wellenweise Muell auf den Strand zugeschwemmt, welchen die Leute von Carlos' immer wieder zusammentragen und uns so trotzdem einen schoenen Strand ermoeglichen.
Fuer die naechsten beiden Tage buchen wir einen verhaeltnismaessig teuren Trip nach Pulau Pagang. Wir bekommen Schnorchelausruestung, Zelt, Matten und eine riesen Box mit Essen. dann gehts los. 3 andere Touristen kommen ebenfalls mit, aber nur fuer einen Tagesausflug.
Auf Pulau Pagang gibt es nur einen Bewohner. Er sorgt abends fuer unser Abendessen und am naechsten morgen steht schon das Fruehstueck bereit. Er baut den ganzen Tag irgendwe;che Dinge, wie kleine Haeuser, die als Bungalows vermietet werden und Boote. Wir sehen ihn tagsueber kaum.
Die beiden Tage auf der Insel geniessen wir mit nichts tun. D.h lesen und Muscheln sammeln am wunderschoenen weissen, feinen Sandstrand und dem Meer in allen Blautoenen, genial!
Am ersten Nachmittag laufen wir sioagr noch um die Insel (1.5h), was aber noch ganz tueckisch war, da die Flut schon mehr gekommen ist, als wir dachten. Also nur bei totaler Ebbe die Insel umrunden!
Unsere naechste Destinatin ist Padang, wo wir nur kurz bleiben werden.
Padang
Ueber Padang haben wir nicht viel zu berichten.
Die Stadt ist gezeichnet von dem Erdbeben vor zwei Jahren. Praktisch alle hoeheren Gebaeude sind zerstoert oder ganz zusammengebrochen. An jeder Ecke sind Bauruinen zu sehen. Meistens sind dies Hotels oder staatliche Gebaeude.
Zu sehen gibt es hier nicht so viel und wir haben auch nur einen Nachmittag Zeit.
Es ist hier wahnsinnig schwuel, sodass wir auch gar nicht so viel Energie haben.
Morgen fliegen wir zurueck nach Kuala Lumpur und sagen Indonesien, das heisst dem wunderschoenen Sumatra Terima Kasih und Tschuess!
Wir habens hier sehr genossen, die Menschen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit und die vielfaeltige Landschaften ueberwaeltigend und beeindruckend. Die Menschen hier fragten uns oft, warum nicht mehr Touristen nach Sumatra kommen, es sei doch so schoen und sie haben Recht. Es ist wunderschoen und es hat nur sehr wenige Touristen. Wir haben ueber die ganzen drei Wochen immer wieder die gleichen Backpacker angetroffen. Pauschaltouristen nur am Lake Toba und an der Bungus Bay.
Also Fazit: Es lohnt sich jetzt bald zu gehen

