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Puerto Lopez - Isla de la Plata - und die Herstellung des Panamá-Huts

15.06.2013
 
Morgens nach dem Frühstück gehen wir zum Bus, der uns zusammen mit einigen anderen Touristen in einundhalb Stunden nach Puerto Lopez fährt. Puerto Lopez ist gar nicht so klein und still wie wir erwartet haben.
Es hat einige Touristen hier, viele viele Touren-Anbieter und ebenso viele Artesania Stände. Unser Hostal Itapoa ist am Ende des Malecon und hat einen schönen Garten. Beim Zmorge können wir aufs Meer schauen. Wir klappern also die Souvenierstände ab und essen unglaublich günstig einheimisches Essen. Sprich Fisch und Platacones (flachgedrückte, zweimal frittierte Kochbananen).
Mit einem Ritschka-Moped-Taxi lassen wir uns an den Playa de los Frailes kutschieren. Der Strand ist naturbelassen und Teil eines Naturschutzgebietes. Leider kommt die Sonne auch heute nicht zum Vorschein. Wir hatten nun in drei Wochen nur zwei Tage Sonnenschein. Tja, wohl definitiv nicht die richtige Reisezeit. Meist ist es bewölkt und windig. Aber schade ist es, da sich diese Küstenstrasse "Ruta del Sol" nennt.
 
Puerto Lopez
 
Unser Highlight in Puerto Lopez ist der Tagesausflug zur Isla de la Plata. Warum die Insel Silberinsel heisst? Dazu gibt es zwei Geschichten. Erstens war die Isla de la Plata früher ein beliebtes Versteck für verschiedene Piraten wie Sir Francis Drake oder Captain Morgan. Zweitens hat es auf der Insel unglaublich viele Vögel. Und diese Vögel nisten auf der Insel, fressen Fische im Meer vor der Insel und scheissen deshalb viiiel. Das bedeutet, dass die Felsen alle sehr weiss sind - Vogeldreck. Und da die Insel in einem Naturschutzgebiet liegt und deshalb der Dreck nicht als Dünger exportiert werden darf, bleibt er eben. Und nachts, wenn der Vollmond auf die Insel schient, würde die Insel silbern leuchten. Der Vogeldreck fluorisziert eben. Weshalb wissen wir allerdings nicht. Und wir mögen die Piratengeschichte eh lieber. Hihi
Mit dem Boot und vielen komischen, südamerikanischen Touristen sind wir 1h mit dem Boot zur 40km entfernten Insel gefahren. Die Frau vom Touribüro meinte, dass es auch möglich sei, Wale zu sehen. Die Buckelwale kommen jedes Jahr von der Antarktis hier hoch, um sich zu paaren und die Jungen auszutragen. Das Wasser ist in den Wintermonaten in der Antarktis zu kalt für die Jungen.
Wir sehen keinen und sind schon enttäuscht. Aber wir haben ja noch die Rückfahrt. Auf der Insel machen wir eine 2.5h Wanderung und sehen Blaufuss- und Maskentölpel, sowie Fregattvögel. Alle sind am Brüten, so dass wir viele an Land sehen. Einige andere Touristen sind richtig mühsam und beachten jegliche Regeln nicht. Am liebsten hätten sie die Vögel wohl in den Rucksack gepackt. Phuuu... Wir wissen nicht.ob wirs lustig-dämlich oder obermühsam finden sollen und sind gespannt auf die Touristen in Galapagos.
Zurück auf dem Boot gibts Picknick, doch dafür interessiert sich kaum jemand. Plötzlich schwimmen 6 grosse Schilkröten direkt neben unserem Boot. Wow. Sehr cool. Das anschliessende Schnorcheln an einer anderen Stelle erweist sich als Flop. Schlechte Ausrüstung und eine sehr trübe Angelegenheit im Wasser. Naja dann gehts wohl zurück. Die Wellen sind diesesmal deutlich höher und wir klatschen ständig voll aufs Wasser. Gerade diskutieren wir, ob wir am nächsten Tag noch eine Whale-watching-Tour machen wollen oder nicht, da seh ich eine Schwanzflosse, oder nicht? Nochmal! "Ballenas"!!! schreie ich. (Wale!!) Der Kapitän dreht sofort das Boot und fährt hin. Tatsächlich da ist einer! Leider hat er keine Lust, uns Kunststücke zu zeigen, aber wir sehen ihn prusten und Rücken- und Schwanzflosse präsentiert er uns auch. Und dann sehen wir ihn plötzlich weit weg noch einmal und tschüss. Was für ein Erlebnis!!
 
Auf der Fahrt zurück nach Guayaguil, von wo aus wir Montag auf die Galapagos Inseln fliegen, machen wir noch Zwischenstopp in einem kleinen Dorf an der Küste  "Libratador Simón Bolivar". Ein grosser Name für ein kleines Dörfchen. Wir besuchen das Hostal Casa del Sombrero, bekommen ein wunderschönes Zimmer mit Meerblick und der nette Eigentümer Carlos bringt uns zum Dorf "Barcelona" im Hinterland. Wir wollen doch noch erfahren, wie die weltbekannten Panama-Hüte hergestellt werden. Neeneeee die Panama-Hüte kommen nicht aus Panama, sondern allesamt aus Ecuador. Denn nur hier wächst die spezielle Palme, aus der, in einem mührvollen Prozess, die Fasern gewonnen, gebürstet, gekocht und getrocknet werden. Wir bekommen alles gezeigt. Die Menschen von Barcelona verkaufen die getrockneten Fasern dann weiter, wo sie zu Sombreros verarbeitet werden. Auch dies in einem monatelangen Prozess. Beeindruckend. Die Einheimischen hier zeigen sich etwas traurig darüber, dass die Herstellung und wahre Herkunft vielen nicht bekannt ist.
Morgen fahren wir zurück in die Grosstadt Guayaguil und dann gehts montags los. Auf nach Galapagos!
 
Leider kann ich keine Fotos hochladen. Wlan ist hier ja feeeest erbreitet aber schnell laufende Computer, oder Computer ueberhaupt sind rar. Wird aber sicher nachgeholt und nach Galapagos werden wir wohl noch viele viele mehr haben.
 
Ballena
 
auf dem Weg zur Isla de la Plata
 
Fürs Silber auf Isla de la Plata verantwortlich
 
Blaufuss-Tölpel
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