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Das Hochland von Ella

Nachdem wir also ein paar Tage in Arugam Bay die Strände und Bars unsicher gemacht hatten, war es an der Zeit aufzubrechen. Zu heiss, zu laut - ab ins Hochland nach Ella! Da wir in Arugam Bay unsere Lausanner Friends Silvio und Nadia aus Sigiriya per Zufall angetroffen hatten, war der Plan, zusammen per Bus nach Ella zu fahren. Pünktlich um 08.30h standen wir also in Pottuvil an der Busstation und der Bus kam. Leider war dieser bereits sowas von bummsvoll, dass nicht mal unsere Rucksäcke hinten rein passten. So fuhr der Bus ohne uns ins Hochland.

Da wir am Nachmittag noch was von Ella sehen wollten und keine Lust hatten, stundenlang bei 35° am stinkenden Busbahnhof zu vergammeln, rief Silvio einen Driver von Arugam Bay an und schwupps - waren wir zu fünft in einen alten Toyota gepfercht - mit Vollgas Richtung Ella. Nach all den langen Busreisen war das mal eine schnelle und angenehme Abwechslung.

So kamen wir im idyllischen Ella an - jedenfalls ist die Umgebung idyllisch, das Dorf selbst relativ hässlich - packten unsere Sachen aus und installierten uns im Luckystar Guesthouse. Extrem nette Gastgeber und ein super Zimmer mit Aussicht - grandios.

Ella liegt auf ca 1000 M.ü.M. und liegt im 'britischsten' Teil Sri Lankas. Die Briten entdeckten das Hochland um 1820 und bauten Sanatorien und Kurhäuser da die Luft so gut und das Klima angenehm Kühl war. Optimale Bedingungen für Teesträucher dachten sich 1873 James Taylor und Sir Thomas Lipton und legten die ersten Teegärten an. Die Gegend um Ella ist einfach voll von Teeplantagen und sieht unglaublich schön aus.

Wir machten eine kleine Wanderung auf den Little Adams Peak. Die Route schlängelt sich quer durch Teefelder, auf welchen die Teepflückerinnen emsig am Ernten waren, sowie durch kleine Dörfchen mit farbigen Hindutempeln. Der Ausblick über das ganze Tal war dann auch wirklich grandios. Der frische Duft der abgeernteten Blätter hängt überall in der Luft und die verschiedenen Grün-Nuancen des Tees beruhigen ungemein! Zum Nachtessen bei unserer Gastfamilie (wir favorisieren immer noch die Homestayküchen anstatt Restaurants!) gab es Ramesh's neues Leibgericht seit Arugam Bay: Kottu! Doofer Name, super Essen. Hühnchenteile, Gemüse, Zwiebeln, Tomaten, Chili und Gewürze werden angebraten, ein tellergrosses Roti Fladenbrot draufgelegt und alles wird auf der Kochplatte mit 2 Messern zerhackt. Nochmals gewürzt und auf den Teller. Sieht optisch nicht so schön aus, aber ist wahnsinnig lecker.

Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf den Weg. Das Ziel war, auf den Ella Rock zu laufen. Die Sonne knallte auf unsere Köpfe und so liefen wir los, den Eisenbahnschienen entlang. Macht übrigens noch Spass: auf Schienen laufen! Ist in der Schweiz aber nicht zu empfehlen. Beim Bodibaum links hoch, gemäss Vichai unserem Gastvater, taten wir, leider verliefen wir uns doch irgendwie. Ein Einheimischer führte uns dann zum Glück wieder auf den richtigen Weg. Durch den Wald ging es sehr steil und steinig bergauf - nach ca. 1,5h waren wir dann oben. Und wieder wurden wir mit einem wirklich dramatischen Panorama beglückt! Nachdem wir die Reste unseres üppigen Z'morge auf der Bergspitze gegessen hatten, kam der Abstieg - dramatisch für die Knie - aber doch schneller als hoch ging es allemal. Unterwegs im Wald trafen wir wieder Silvio und Nadia und machten eine gemeinsame Weiterreise am nächsten Tag nach Haputale aus.

Abends genossen wir nochmals die einheimischen Kochkünste mit diversen Currys und Cobrachili Sambal!

 

Auf m Ella Rock

Unser Wanderweg

Teepflückerin mit Betelnuss im Mund

Aussicht vom Little Adams Peak

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